Ein von Laubholz-Misteln bewachsener Obstbaum
(Ulrich Hahn BUND)
Die Entfernung von Misteln ist daher entscheidend, um die Bäume zu erhalten. Misteln sind Schmarotzer, die sich mit „Senkerwurzeln“ in die Leitungsbahnen des Wirtsbaums bohren, um diesem Wasser und Nährstoffe zu entziehen. Damit schwächen Misteln langfristig den Baum und können ihn zum Absterben bringen. Da Misteln vom Klimawandel profitieren und sich verstärkt ausbreiten, ist ein konsequenter Schnitt notwendig. Auch in Niedernhausen breiten sich Misteln auf Streuobstwiesen immer weiter aus und werden zur Gefahr für das Kulturgut Streuobstwiese im Taunus.
Viele Eigentümer der Streuobstwiesen können die Entfernung nicht selbst durchführen. Um diese Streuobstbäume zu erhalten, bietet der Bund für Umwelt und Natur die fachgerechte Entfernung der Misteln kostenfrei an, teilt Birte Sterf, die Vorsitzende des BUND Niedernhausen mit.
Betroffene Grundstückseigentümer können sich beim BUND Niedernhausen melden (BUND-Niedernhausen(at)BUND-Hessen.net oder 06127-967067).
Finanziert wird die Entfernung der Misteln aus Mitteln der Umweltlotterie Genau. Ein hr-Bericht zu diesem Gewinner-Projekt findet sich auf Youtube (https://youtu.be/bfIZ4u-EF7M).
Birte Sterf bittet ferner um Unterstützung: „Sollten Sie eine betroffene Streuobstwiese und deren Eigentümer kennen, sprechen Sie diese gerne an“.