Pressemeldung zu Gewinn bei Umweltlotterie Genau; Mehlschwalben-Projekt

10. März 2016 | Artenvielfalt, Naturschutz, Vogelschutz

Leider stellt der BUND OV Aarbergen in den Dörfern zunehmend fest, dass Nester am Haus nicht geduldet werden und aktiv zerstört werden. Im Rahmen der Umsetzung des Projekts Wohnraumschaffung für Mehlschwalben wurden die Neststandorte in den Gemeinden erhoben. Danach wurden Hauseigentümer angesprochen, ob an ihren Häusern ggf. Kunstnester angebracht werden können und wo ggf. Kotbretter hilfreich sein könnten, um die Verschmutzung von Gehwegen oder Fensterrahmen zu reduzieren.

Mehlschwalbe im Nest Eine Mehlschwalbe schaut aus dem Nest  (Heike Jung-Wellek / Heike Jung-Wellek)

BUND OV Aarbergen, Heike Jung-Wellek

Pressemeldung zu Gewinn bei der Umweltlotterie GENAU

Mit der Auslobung der neuen Lotterie GENAU und der Chance 5000 € für die Umsetzung eines
Naturschutzprojektes zu erhalten, hat Heike Jung-Wellek vom BUND Ortsverband Aarbergen ein
Artenschutzprojekt „Wohnraumschaffung für Mehlschwalben“ im Jahr 2016 eingereicht.
Sie dankt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Umweltlotterie für die Auswahl des
Projektes im März 2020. Es würde ohne diese finanzielle Hilfe nicht realisiert.


Hintergrund der Projektidee ist, dass im Interesse des Klimaschutzes viele Häuser energetisch saniert
werden. Hierbei wird aber leider oft nicht darauf geachtet, dass am Haus befindliche Nester von
geschützten Vogelarten und Ritzen, die von verschiedenen Fledermausarten als Wochenstube
genutzt werden, nicht beschädigt oder aber Ersatzmaßnahmen mit bei der Sanierung bedacht
werden. Auch werden die Arbeiten häufig in der Brutzeit umgesetzt und so die bedrohten Tiere
gefährdet.

Leider stellt der BUND OV auch in den Dörfern zunehmend fest, dass Nester am Haus nicht geduldet
werden und aktiv zerstört werden.

Im Rahmen der Umsetzung des Projekts Wohnraumschaffung für Mehlschwalben soll im ersten
Schritt möglichst mit studentischer Unterstützung eine Erhebung der Mehlschwalbenkolonien in den
verschiedenen Ortsteilen gemacht werden. Hierzu soll entsprechend eines bereits in anderen
Städten verwandten Erhebungsbogens auch Informationen zu bevorzugten Plätzen, der Umgebung,
der Belegungsdichte usw. erhoben werden. Die Informationen sollen dann auch der Staatlichen
Vogelschutzwarte und der Unteren Naturschutzbehörde sowie der Gemeinde zur Verfügung gestellt
werden, damit zukünftig frühzeitig die Hauseigentümer über den richtigen Umgang mit den Kolonien
informiert werden können.

Dann sollen Hauseigentümer angesprochen werden, ob an ihren Häusern ggf. Kunstnester
angebracht werden können und wo ggf. Kotbretter hilfreich sein könnten, um die Verschmutzung
von Gehwegen oder Fensterrahmen zu reduzieren. Der Kot ist im Übrigen dann auch gut im Garten
einsetzbar, da er sehr nährstoffreich ist.
In einem ersten Schritt werden jetzt die in der Nähe befindlichen Hochschulen Geisenheim, Bingen
und Mainz angefragt, ob dort Interessierte Studentinnen und Studenten gefunden werden können,
die bei der Erhebung und Umsetzung des Projektes mitwirken wollen.

Projektidee – März 2016

Wohnraumschaffung für Mehlschwalben

  • Erfassung aller straßenseitig einsehbaren Mehlschwalbennester eines Ortsteiles
  • Erfassung aller straßenseitig erkennbaren Versuche von Mehlschwalben Nester zu platzieren (Erfolglose Versuche)
  • Erfassung aller straßenseitig erkennbaren Verhinderungsmaßnahmen von Hauseigentümern, damit Mehlschwalben keine Nester bauen.
  • Anschreiben an Hauseigentümer, wo potentiell Mehlschwalben brüten wollen und Angebot kostenlos professionell Kunstnester (nach Belegung dann auch Kotbrett) anzubringen.
  • Aufruf in der örtlichen Presse zu dem Vorhaben Umsetzung Sommer (Erhebung), Herbst bis Frühjahr des Folgejahres Anbringung von Nestern von ehrenamtlichen oder Fachunternehmen.

Im Rahmen der Umsetzung des Projekts Wohnraumschaffung für Mehlschwalben wurden die Neststandorte in den Gemeinden erhoben. Danach wurden Hauseigentümer angesprochen, ob an ihren Häusern ggf. Kunstnester angebracht werden können und wo ggf. Kotbretter hilfreich sein könnten, um die Verschmutzung von Gehwegen oder Fensterrahmen zu reduzieren.

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